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„Oh, schon wieder ein Heiratsantrag?“ Markus warf Martina die Rose, die er mitgebracht hatte, elegant zu. „Nein, auch diesmal nicht mein Herz, es ist nur eine kleine Entschuldigung, weil ich gleich wieder los muss.“ Er lächelte. Martinas Brauen kräuselten sich und die Oberlippe verlor ganz leicht den Kontakt mit der Unterlippe. Dann schloss sie den Mund wieder und spitzte ihn. „Okay, ich verstehe, war nur ein Spaß. Deine Späße sind wirklich lausig.“ Sie ging in die Wohnung, Markus schloss die Tür und folgte ihr. Er setzte sich auf seinen Platz und sah Martina an. „Es ist schon etwas entmutigend, dass du mich vom ersten Augenblick an völlig durchschaut hast, und ich es nach sechs Jahren nicht schaffe, dich auch nur für zwei Sekunden zu verwirren.“ „Dafür gibt es einen einfachen Grund, Schätzchen: ich versuche, dich zu verstehen und du versuchst es nicht bei mir. Ich kann dir sogar sagen, warum du es nicht versuchst.“ „Ja, ja.“ Er nickte. „Wenn ich da Sabines Logik folge, komme ich zu der schönen Antwort, dass ich es nicht versuche, weil ich befürchte dann etwas zu finden, was meinem Ideal nicht entspricht.“ „Immerhin, schnallst du manchmal ein bisschen was.“ „And we learnt about her body, but her mind we didn't know.” artikulierte Markus ohne Melodie. „Dabei kommst du dir am Ende auch noch sehr lässig vor.“ Martina musste gähnen, nicht, weil sie das Gespräch so langweilig oder das Lied schlecht fand, sondern viel mehr, weil es sie gerade überkam, wenngleich das keine gute Entschuldigung war. So versuchte sie es mit einem einfachen. „Entschuldige bitte, mein Herz.“
„Und soll dieses Gähnen mich nun ermuntern, tiefer in Deine törichten Mädchengedanken einzusteigen, oder eher nicht?“ „Eher nicht.“ gab Martina zurück. „Eigentlich gefällt es mir im Moment noch, dass du mich vergötterst.“ „Schön.“ sagte Markus. „Mir ist es auch lieber, wenn die Regeln einfach sind.“ Er hielt kurz inne und fuhr dann fort. „Sag, meine Göttin, wollen wir heute nicht vielleicht irgendetwas unternehmen. Wir könnten zum Beispiel mal Essen gehen oder so.“ Martina war nahe dran, erneut zu gähnen, gab dem Verlangen aber nicht nach. „Willst du dich hier in eine von diesen Revoluzerkneipen setzen und Rollmops essen?“ „Oh. Madame steht nicht so auf Hafenarbeiter, und in der Innenstadt möchtest du dich vermutlich mit mir nicht sehen lassen.“ Markus stand auf und ging zu dem Spion an der Wand und schaute durch. „Noch niemand wieder eingezogen.“ Martina blieb sitzen und blickte sich auch nicht zu ihm um. „Langweilst du dich mit mir?“ Markus trat von hinten an Martinas Sessel heran, brachte sie dazu, ihren Kopf zur Seite zu nehmen, und küsste ihren Hals. „Du bist schrecklich langweilig.“ sagte er, nachdem er kurz an ihrem Ohr geknabbert hatte. Martina biss beiläufig auf ihre Unterlippe und lächelte – ohne dabei übermäßig albern auszusehen. Schließlich nahm sie den Kopf hoch und sagte. „Gut, dann lass uns an den Kanal gehen und dort etwas essen.“ Sie wandte sich um und sah ihm nun in die Augen. „Wahrscheinlich gibt es da auch irgendeine liederliche Bedienung, die dir zur Kurzweile verhilft – ich lad dich ein.“ „Warum sollte ich mich von dir einladen lassen?“ Markus ging Richtung Ausgang. Martina folgte, griff dabei nach einem Seidenschal. „Ach, ich möchte nicht, dass das Überhand nimmt, wo du mir nun schon das erste Mal seit wir uns kennen, etwas mitgebracht hast.“ Sie hielt ihn an und küsste seinen Mund. „Außerdem mag ich den Gedanken, dass du mein Callboy bist und ich dich aushalte.“ Er wies auf den Schal. „Vielleicht solltest du den nicht nehmen. Seide ist bei den Arbeitern nicht sehr angesehen.“ „Du könntest mich beschützen.“ „Würde ich ja, wenn du meine Freundin wärst, aber du bist halt nur meine Gespielin. Weiß nicht, ob sich das lohnt.“ „Wir wollen es nicht drauf ankommen lassen.“ Sie tauschte den Schal gegen eine Jeansjacke. Die war nicht minder elegant und ebenfalls nicht aus heimischen Stoffen. Baumwolle war jedoch für breitere Bevölkerungsschichten erhältlich.
Sie gingen den Fußweg entlang des Kanals durch den friedlichen Sonnenschein eines beginnenden Sommers. Einige Kähne folgten galant ihrer Bahn. Die Schiffer grüßten sich wortlos, wenn sie einander passierten. Aus dem gleißenden, frischen Licht des Tages, stiegen Martina und Markus in die Kneipe. Die wenigen Fenster erhellten nur den hinteren Raum. Eifriges, lautes, aber einsilbiges Tischgespräch in der Schummrigkeit des Tresens. Die Lautstärke verebbte, die Einsilbigkeit blieb, als die beiden sich einen Tisch suchten. Es gab noch Alternativen zum Rollmops, und Markus bestellte zu seinem Bier eine Frikadelle mit Bratkartoffeln. Martina lehnte Nahrung dankend ab, bestellte aber ebenfalls ein Bier. Als das Essen kam, schenkte sie einem der Männer am Tresen ein entzückendes Lächeln. Der Mann schien sie jedoch für Porzellan zu halten und Steingut zu bevorzugen. Seine Miene zeigte kein Entgegenkommen. Markus war derweil in eine nicht minder peinliche Situation geraten. Das Essen war furchteinflößend und kalt. Bratkartoffeln, an denen kaltes Fett hing, das ihnen beim Braten gute Dienste geleistet hätte, gehörten nicht zu seiner Leibspeisen. Sicherlich wussten die Stammgäste um seine Misere und würden sich noch später immer wieder gern die Bäuche halten, beim Aufwärmen dieser Geschichte. Er hatte drei Möglichkeiten: zurückgeben, stehen lassen oder aufessen. Er entschied sich für eine Kombination von zwei und drei. Martina sah ihm auf den Teller. „Mhmm, lecker!“ flüsterte Markus. Martina atmete in Stößen durch die Nase, dann brach sich ihr Lachen Bahn. Markus fiel ein und er legte die Gabel beiseite. Martina fing sich wieder, stand auf und sagte, sie werde zahlen. Markus war mit einem Schlag auch aus seinem Anfall zurück. Er spannte sich innerlich an, als Martina allein zum Tresen ging und zahlte. Er hatte keine Ahnung, was er tun sollte, wenn ihr jemand einen aufdringlichen Spruch zugerufen hätte oder ihr auf den Po geschlagen hätte. Aber Martina stand unantastbar dar, diskutierte kurz mit der Kellnerin, die sich offenbar verrechnet hatte und ihr nachgab. Sie ließ sich das Wechselgeld auszahlen und legte etwas Trinkgeld zurück. Markus war derweil auf sie zu gegangen. Sie nahm ihm ihre Jacken mit einem Lächeln ab, und sie gingen hinaus in den Tag.
Sie schlenderten entlang des Fußwegs am Kanal, als Markus das Schweigen unterbrach. „Weißt Du, als ich von der Schule kam, wollte ich die Armee schnell hinter mich bringen, studieren und helfen, dieses Land zu verändern.“ Martina wechselte den Ausdruck nicht. „Als wir zur Schule gingen, herrschte Frieden, mein Lieber. Und wir kannten kaum etwas anderes. Es sah so aus, als wäre die Zeit gekommen und die alten Generale könnten abtreten.“ Markus erwog, Martina zu umarmen, steckte dann aber doch seine Hände in die Hosentaschen. „Trotzdem habt Ihr bei Eurer Karriereplanung voll auf das alte System gebaut.“ „Vielleicht wollten wir nur im rechten Moment unsere Liebhaber über die Klinge springen lassen?“ gab Martina zu bedenken. „Quatsch.“ Markus lachte und legte seinen Arm schließlich doch um Martinas Taille. „Ihr habt die Lage nur einfach realistischer eingeschätzt.“ Martina hielt an und drehte sich zu ihm, seine Hände umfassten nun fast automatisch ihre Hüften. Ihre Arme ließ sie hängen und sagte: „Vielleicht nicht realistisch genug. Die Fronten verhärten sich – auf beiden Seiten.“ Zwischen den Brauen zeigten sich wieder die kleinen senkrechten Falten. „Und wir beide, Sabine und ich, haben auf eine andere Seite gesetzt.“ „Die gerade etwas abgetaucht ist.“ „Bedauerlicherweise.“ „Und solange die Lage unsicher ist, vertreibst du dir die Zeit mit einem kleinen Hauptmann?“ Sie sah ihm in die Augen und wandte sich dann wieder zum Gehen. „Das ist einer der Gründe.“
„Magst du Deiner Geliebten einen Tee kochen.“ Martina hatte ihren Sessel wieder erreicht, und ihr war trotz Jacke kalt vom Rückweg. „Ja, mag ich.“ Markus ging zur Küchenzeile und untersuchte, nachdem er Wasser aufgesetzt hatte, die Teevorräte. „Schwarz?“ Martina stimmte mit dem kurzen Aufflackern eines Lächelns zu. „Hast du irgendwo ein Teesieb oder sowas?“ Markus hatte nichts Dergleichen gefunden. Er hatte auch nicht gewusst, dass Martina Tee trank. Er hatte sie eigentlich selten etwas anderes als Kaffee oder Wein trinken sehen. „Ganz rechts in der Schublade, vielleicht etwas weiter hinten.“ Recht hatte sie. Und Markus nicht. Das Ding schien nicht, im Dauereinsatz zu stehen, war aber auch nicht nagelneu und ungebraucht. Als er soweit war, brachte er die Tasse zu ihr, stellte sie auf den Tisch und kniete sich neben Martinas Lehne. „Du bist lieb.“ Sie ließ den Tee ziehen und streichelte derweil seinen Kopf. „Wenn du mich schon nicht als Freundin betrachtest, bin ich froh, Deine Göttin und Gespielin zu sein.“ Markus versuchte, wenn sich die Gelegenheit bot, mit dem Mund nach ihren Fingern zu schnappen. Da das von weniger Erfolg gekrönt war, sagte er. „Was mich allerdings wieder auf den schwierigen Teil unserer Beziehung bringt. Obwohl wir uns nun seit zwei Wochen hier in der Wiek treffen, musste ich doch noch kein einziges Mal betteln und flehen. Du läufst Gefahr, etwas von Deinem göttlichen Status zu verlieren, findest du nicht auch?“ „Ja, ich sollte dich kürzer halten.“ Martina küsste ihm die Stirn. „Allerdings, und da muss ich eine kleine Schwäche eingestehen, kann ich es ganz gut leiden, wie du mich voller Misstrauen und Verzückung ansiehst und küsst.“ „Du willst mir jetzt nicht sagen, dass meine kindische Reaktion auf Deine Perfektion dich rührt und dich am Ende von Deinem wohldurchdachten und kontrollierten Weg abbringen könnte?“ „Du hast Recht, ich muss vorsichtig sein.“ Sie schenkte ihm ein Lächeln. „Die Gefahr besteht allerdings mehr darin, dass du Deine Entzückung mit der Zeit verlierst. Am Anfang konnte ich dich noch irritieren, indem ich mal an Deiner Unterlippe genuckelt habe. Aber selbst du kannst dich mit der Zeit daran gewöhnen. Nun muss ich wirklich aufpassen, dass dir der Rest nicht über wird. Das Beste ist, wir sehen uns eine Zeit nicht.“ Markus sah sich vom Erfolg seiner Einwände gefährdet und ruderte zurück. „Fändest du es nicht besser, wenn wir uns weiterhin sehen und du dich mir nur ein ganz bisschen verweigerst, wie eine kleine zickige Prinzessin? Das könnte schon reichen.“ „Du bettelst doch wohl nicht darum, dass ich meine Wette gewinne, oder?“ Sie hatte eine Braue etwas hoch gezogen. Markus richtete sich in seiner Position auf und küsste die Braue und antwortet dann. „Nicht für mein Seelenheil, aber ich dachte, Deine Würde würde vielleicht unter der Niederlage leiden.“ „Weil du mich damit aufziehen würdest?“ „Nein, das würde ich nicht tun“, gab er zurück, „zumindest nicht sehr oft.“ „Na gut. Dann schlage ich Folgendes vor. Ich mache dich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln an und schicke dich dann rechtzeitig nach Hause, damit du kalt duschen kannst oder was immer du dann tun magst.“ „Ich dachte, wir fangen damit vielleicht erst morgen an.“ „Morgen hab ich keine Zeit für Dich.“ Sie berührte kurz mit der Zunge ihre Oberlippe und sagte. „Alternativ könnten wir auch so vorgehen. Ich stelle mich kalt und du versuchst, mich mit allen dir zur Verfügung stehenden Mitteln rum zu kriegen.“ Markus winkte ab. „Das ist hoffnungslos. Da würde ich recht bald resignieren. Zumal ich, nachdem was du jetzt anhast, kaum mehr als deine Händchen halten oder Deine Öhrchen liebkosen könnte.“ „Okay, ich ziehe mir was anderes an. Wenn du mir in der Zwischenzeit einen neuen Tee machen könntest. Dieser hier ist ein bisschen stark geworden.“ Markus hatte nicht unbedingt zugestimmt, aber Martina war aufgesprungen und hatte sich ins Bad verzogen. Da sie nun noch meinte, duschen zu müssen, hatte er Gelegenheit, sehr konzentriert die Entwicklung des Tees zu verfolgen und wusste zu verhindern, dass er erneut zu stark wurde.
Martina kam zurück und setzte sich wieder in ihren Sessel. Sie trug einen Bademantel und hatte ein Handtuch um die Haare gewickelt. Ein zweites legte sie auf den Tisch, dann begann sie, abwesend ihre Haare zu trocknen. Ohne große Hoffnung tauschte Markus den Teebecher mit dem zweiten Handtuch und trocknete mit diesem vor Martina kniend ihre Füße. Sie widmete sich dem Tee, als sie ihre Haare für ausreichend trocken hielt, lehnte sich zurück und blickte nur ab und an ohne erkennbare Emotion zu ihm. Markus wiederum war bestrebt, bei Martina mittelfristig Emotionen hervor zu rufen, wusste aber, dass er damit nicht allzu bald rechnen konnte. Ihm kam eine Situation vor Jahren auf einem Boot in den Sinn, verbannte die Gedanken aber. Er massierte ihre Füße und strich gelegentlich mit seinen Lippen darüber. Martina zeigte zwar keine Anerkennung dafür, ließ ihn aber gewähren. Natürlich konnte er jetzt nicht den Saum von ihrem Bademantel beiseite schieben und versuchen, ihre Knie zu küssen. Sie hätte den Stoff wieder zu Recht gerückt und er wäre zurück auf Los. Nach einer Weile traute er sich, ihre nun getrockneten Füße auf seinen Oberschenkeln abzustellen und ihre Waden sanft zu kneten. Seine Hände fuhren dabei, von der Autorität ihres Mantels immer wieder abgestoßen, zurück zu den Fesseln. In weiten ruhigen Bewegungen seiner Fingerkuppen überwand er erst zögerlich, später mit mehr Sicherheit, diese Grenze und war sehr vorsichtig und geduldig darauf bedacht, die Bewegungen zwischen Saum und Bein nicht nur als Zärtlichkeit Martinas weicher Haut gegenüber zu nutzen, sondern dabei auch den Stoff in unmerklichen Schritten dazu zu bewegen, langsam den Weg frei zu geben. Martina stellte die Teetasse auf den Tisch und legte die Arme auf die Lehnen. Sie schloss ihre Augen. Markus erkannte nun in ihrer Linken, die zu ihm günstig lag, ein weiteres Betätigungsfeld. Gegenüber den Händen getraute er sich einiges. Nach wenigen Minuten umschloss er bereits einen Finger mit seinen Lippen oder schickte seine Hand an ihrem Gelenk startend sanft hinauf bis unter ihren Ärmel. Dann wandte er sich mit neuem Mut den Waden zu und küsste nun mit steigender Intensität ihre Schienbeine. Schließlich arbeitete er sich mit seinen Küssen bis zum Saum vor und half mit dem Mund Neuland in Richtung Knie zu gewinnen. Martina reagierte darauf nicht, was wohl mehr Zustimmung als Ablehnung bedeutete. Markus legte seine Hand auf ihren Oberschenkel und begann langsam den Stoff dahingehend zu verschieben, dass er mit seinen Küssen wirklich zur Kniescheibe gelangte. Erschrocken von seiner Verwegenheit umfasste Markus daraufhin wieder ihre Waden und fuhr mit seinen Lippen hinunter bis zu ihren Füßen. Er musste dazu Martinas Beine etwas anheben, wobei sie ihn unmerklich unterstützte. Dabei rutschte der Stoff ihres Bademantels und gab ein Stück der Oberschenkel frei. Nachdem Markus den Füßen wieder Frieden geschenkt hatte, erkundete er die neue Grenze. Er war ausgesprochen vorsichtig mit der Innenseite ihrer Schenkel und berührte sie kaum. Gleichzeitig scheute er sich nicht zu demonstrieren, dass er den Rest des gewonnenen Territoriums nun als seines ansah. Das Problem war, dass seine Knie auf dem Boden dieses Spiel nicht länger mitmachen wollten. Er bettete also Martinas Füße auf dem Handtuch, bewegte sich rechts davon etwas dichter heran und setzte zumindest einen Fuß auf, während er sich wieder mit ihrer Hand auf der Lehne beschäftigte. Die Reichweite seines Armes war nun hinreichend, um bis zur ihrer linken Schulter zu gelangen, wohingegen sein anderer Arm auf dem noch bedeckten Teil ihres rechten Oberschenkels Platz fand. Aus dieser Position konnte er sich nun abwechselnd ihrer Hand und, nach links geneigt, ihrer Knie widmen. Seine linke Hand gewann dabei einige Freiheit und bewegte sich langsam vom Oberschenkel in Richtung Hüfte und weiter hinauf zu ihrem Brustkorb. Nun war es aufgrund der Entfernung für ihn schwer möglich das kombinierte Vorgehen von Hand und Mund auf ihrem Dekollete fortzuführen. So musste er sich darauf beschränken, während er sie mit Küssen auf Knie und Hände ablenkte, mit seinen Fingern den V-Ausschnitt, den der Mantel bildete, nachzuziehen. Das war eine heikle Gegend. Fuhr er zu tief unter den Saum, musste er damit rechnen, ihre Brust allzu früh zu attackieren. Als Vorbereitung wechselte er also auch wieder über den Stoff und zeichnete Rundungen mit seinen Fingern nach. Wobei er, noch immer trotz des Bademantelstoffs, die besonders empfindlichen Stellen ausließ oder nur, wie aus Versehen, tangierte. In der Tendenz, ohne den Beobachtungen detaillierte Messungen folgen zu lassen, hatte Markus den Eindruck, dass Martina ihre Schultern eher nach hinten nahm als nach vorne. Das hatte zur Folge, dass sich ihr Brustkorb leicht hob und Markus wertete das als einen weiteren Teilerfolg. Nun wusste er auch, dass er nicht zu vorsichtig sein durfte. Am Ende würde sie einschlafen. Folglich strich er mit der Handfläche ohne nennenswerten Druck, aber das Tuch zwischen Hand und Körper berührend, über ihre rechte Brust. Zu seinem Glück bestätigte sich sein Verdacht und Martina erhöhte ihrerseits den Druck, indem sie den Brustkorb leicht wölbte. Nun musste er die Hände wechseln, um sich im weiteren Verlauf mit seinem Oberkörper nicht von ihr abwenden zu müssen. So umfasste er mit der linken Hand ihre Kniekehle, während seine Rechte, an ihrer Schulter beginnend langsam das Dekollete unter dem Saum hinab glitt. Dem Ansatz ihrer Brust wich er mit den Fingern noch aus und zum Bauch hin wurde sein Vorgehen schon früh durch den Knoten im Gürtel gestoppt. Also probierte er es auf der anderen Seite noch einmal, wich nicht mit der gleicher Konsequenz an besagter Stelle zurück und hatte Richtung Bauch kommend, mit der zweiten Hand den Knoten etwas gelockert. Missmut war auf Martinas Gesicht noch immer nicht zu erkennen. Sie hatte die Augen geschlossen und Ihr Blick war gelöst. Markus wusste allerdings, dass er diesen Erfolg jetzt nicht ausschlachten durfte, dass er gleichzeitig aber auch nicht nachlassen sollte. Er nahm nun ihre Hand auf und umschloss ihre Finger, einen nach dem anderen, mit seinem Mund. Seine freie Hand nutzte er dazu, weiteren Boden an ihren Oberschenkeln gut zu machen. Er scheute sich auch nicht, die Wärme seiner Handfläche in Maßen der Innenseite ihrer Schenkel zukommen zu lassen. Ihre Beine zeigten sich hilfsbereit. Sie schien auch, ein wenig ihre Sitzposition verändert zu haben, denn es war ihm jetzt möglich, eine Handbreit der Rückseite ihrer Schenkel zu umschließen. Er bildete sich ein, die Fläche ausmachen zu können, die soeben noch auf dem Sessel ruhte und deshalb etwas wärmer war. Die neue Position gereichte auch in anderer Beziehung zum Vorteil. Wenn er sich aufrichtete, konnte er nun mit dem Mund ihren Oberkörper erreichen. Diese Haltung belastete zweifellos das noch auf dem Boden ruhende Knie, aber das konnte er im Notfall wechseln und hatte jetzt ohnehin geringere Priorität. Er begann erneut das Spiel an ihrem Ausschnitt, während die unbeobachtete Hand an ihrer Hüfte sorgsam bemüht war, ohne Verdacht zu erregen, den Gürtel weiter zu lösen. Als er sich gezwungen sah, den Knoten ganz zu öffnen und das Stoffband zu Seite zu befördern, lenkte er von diesem Vorgehen mit Küssen auf ihr Dekollete ab. Mit der rechten Hand musste er dabei nach der Sessellehne greifen, um seine Haltung zu stabilisieren. Seine Linke, nach der Lösung des Gürtelproblems zu neuen Taten bereit, widmete sich Martinas Brustkorb und unterstützte so gut es ging seinen Mund, indem sie Stoff verrückte und Haut zum Küssen frei legte. Nachdem der Bademantel nur noch Widerstand an den Brustwarzen fand, zog sich seine Hand über die Hüfte zu den Oberschenkeln zurück. Markus Zunge wagte sich bis zum Rand ihrer Vorhöfe und vernachlässigte auch andere Partien nicht. Martina hatte den Mund leicht geöffnet. Sie atmete ruhig durch die Nase. Gleichzeitig gab sie Markus’ Nachforschungen an ihren Oberschenkeln neuen Raum, indem sie Stück um Stück ihre Beine öffnete. Markus konnte ihren Mund mit seinem nicht erreichen. Vielleicht war das auch gut so. Er küsste ihren Bauch bis hinab zum Nabel und wanderte nach oben. Schließlich schob er mit den Lippen den Stoff ganz von ihrer Brust und umkreiste sie mit der Zunge. Er riskierte einiges, als er die empfindliche Stelle ihrer rechten Brust mit seinen Lippen umschloss. Er verharrte so einige Sekunde, bevor er sich behutsam der anderen Seite zuwandte. Schließlich glaubte er hier, seine Schuldigkeit getan zu haben und wechselte ein zweites Mal seine Position. Er kniete sich wieder vor sie, wobei er diesmal ihre Füße rechts und links von sich platzierte. Das Handtuch diente nun auch seinen Knien als Unterlage, wobei Martinas Füße an den Seiten noch Stellfläche fanden. Seine Hände glitten über die Oberschenkel zu Martina Hüften, er küsste ihren Bauch, umspielte ihren Nabel mit der Zunge. Seine Daumen ebneten den Weg zur Brust und zu den Schultern. Seine Lippen folgen vorsichtig. Sorgsam sammelte er winzige Schweißperlchen von der Bauchdecke und den Brüsten ein und sog den Duft ihrer Haut auf. Sein Shirt störte ihn und er zog es ungeduldig aus, um Martina nicht lange warten lassen zu müssen. Martina erwog ihm zu helfen, unterließ es aber. Es erschien ihr ausreichend und angenehm, da zu sitzen und seine Liebkosungen entgegen zu nehmen. Aber sie hatte sich noch unter Kontrolle und ließ diese nur langsam gehen. Sie nahm anhand seiner zunehmend unbändig werdenden Bewegungen zur Kenntnis, dass Markus Schwierigkeiten hatte, dem Verlust seiner Kontrolle Herr zu werden. Sie hatte die Augen noch immer geschlossen und spürte erneut seine Handflächen an der Innenseite ihr Schenkel, sie bewegten sich zum Becken und verharrten dort, während seine Lippen ihren Bauch berührten und allmählich die Küsse in Richtung seiner Hände verlagerten. Sie umspielte schließlich den Bereich, der von ihrem Schamhaar begrenzt war. Er ließ ab und Martina nahm eine warme Hand wahr, die sich an ihrem Hals beginnend über Dekollete und Bauch beständig drängend weiter hinab bewegte. Als sie ihr Ziel erreicht hatte und verharrte, erwiderte Martina den Druck indem sie ihr Becken anhob. Die Handfläche, erst passiv, setzte verhalten zu Bewegungen an. Erst waren die Bewegungen homogen, dann schienen einzelne Finger die Einheitlichkeit zu verlassen und selbstständig zu handeln. Schließlich entfernte sich die Hand. Wenig später spürte Martina je eine Fingerkuppe auf ihren Brüsten. Nach ersten leisen Berührungen wurde der Druck stärker und ihre Brustwarzen bewegten sich langsam im Rhythmus seine Hände. Finger kamen hinzu und kneteten sanft. Dann erhöhte sich die Wärme in ihrem Schoß. Lippen, bemüht mit ruhigen Bewegungen, Druck aufzubauen und zu verlagern, begannen ein zaghaftes, bald ungeduldiges und dann wieder gezügeltes Spiel. Martinas linke Hand hielt sich an der Armlehne fest, ihre Rechte griff in Markus Schopf. Sie dirigierte Richtung, Intensität, Geschwindigkeit. Martina dirigierte und kontrollierte Markus und sich selbst. Am Ende gab sie ihre Selbstbeherrschung für eine Zeit auf. Die Oberkörper- und Rückenmuskulatur spannte sich an, ihre Hände griffen fest in ihren jeweiligen Halt, ihr Becken drückte stärker gegen den Widerstand. Die Welle trug sich fort in ihre Oberschenkel, die Waden, bis schließlich ihre Zehen in das Handtuch unter ihren Füßen griffen. Ein leises Zittern überkam sie, das bedächtig mit der Zeit abklang. Sie schloss ihre Beine und Markus legte seinen Kopf auf ihre Schenkel. Sie streichelte seinen Nacken und seine Schultern. Markus kämpfte gegen Schauer, die ihn durchfuhren. Er kämpfte tapfer, aber die Finger auf seinem Rücken und auf seinem Nacken hielten den Kampf unentschieden. Martina richtete Markus Oberkörper auf, sah ihm in die Augen und fuhr mit den Händen von den Schultern kommend über seine Brust. Sie atmete hörbar durch die Nase. Markus glaubte, ihr nicht erliegen zu dürfen. Er nahm seine restliche Kraft zusammen, stand wortlos auf und ging ins Bad.
Er hatte sich schon mehrere Male vorgenommen, häufiger kalt zu duschen, aber irgendwie hatten seine Vorsätze in dieser Beziehung wenig gefruchtet. Als er begann, langsam dem Wasser die Temperatur zu nehmen und schließlich eisiges Wasser an ihm herunter lief, verfluchte er den Vorsatz erneut. Er besann sich gerade, dem warmen Wasser wieder mehr Freiheit zu schenken, als er Martina kommen sah, die ihren Bademantel auf den Boden gleiten ließ und die Glastür zu Dusche öffnete. Kalte Tropfen fielen auf ihre Hand. „Du duschst kalt, du Idiot.“ Echte Empörung machte sich breit. „Mach das sofort warm!“ Markus drehte die Dusche ganz ab und kam heraus. „Ich bin sowieso fertig.“ Was nicht so ganz stimmte, aber er konnte ihr weder nachgeben, noch wollte er kalt weiter duschen. Markus ging an ihr vorbei, während Martina sich zwischen Waschbecken und Duschwand versteckte, damit keines seiner eisigen Körperteile aus Versehen gegen eines ihrer noch warmen stieß. Martina duschte missmutig, wobei sie kurz aufquiekte bevor das warme Wasser in der Leitung Überhand gewann. Markus zog sich im Wohnzimmer an. Sie begegneten sich im Flur. „Hübsch bist Du.“ Markus küsste Martina auf die Stirn. „Was bist du nur für ein Trottel.“ gab diese zurück. „Meinst Du, ich hätte so einen billigen Sieg gegen dich einfahren wollen?“ „Ich weiß es nicht, mein Herz.“ Markus streichelte mit dem Daumen über eine ihrer Brauen, die sie ihm durch eine abrupte Bewegung des Kopfes entzog. „Dafür kenne ich dich zu wenig. Aber sei mir nicht böse, meine Liebe.“ „Wann kommst du wieder?“ „Morgen hat mein Liebling keine Zeit. Und Mittwoch sollten wir in der anderen Wohnung sehen, ob Sabine sich mal wieder blicken lässt. Oder was denkt mein Schatz? „Dein Schatz denkt, dass er einverstanden ist.“ Martina war (erfolgreich) bestrebt einen Schmollmund zu machen. Dann sagte Sie. „Außerdem möchte Dein Schatz zum Abschied noch einen Kuss haben.“ Markus küsste ihren Mund und sog an ihrer Unterlippe. Martina ließ ihn gewähren und sah ihm dabei in die Augen. Markus gab ihre Lippe frei und sagte: „Weißt Du, dass du das Bezaubernste auf der Welt bist?“ Martina nickte.
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