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Markus verbiss die Zähne, als er zu sich murmelte und ein zweites Mal die Holtenauer Straße hinab zur Wiek ging. So eine Bestie. Wie lange hatte es seit seinem Gedanken, dass er den Sieg ein zweites Mal davon getragen hatte, gedauert? Eine halbe Stunde? Eine Stunde? Hätte er dabei an diesen Moment danach denken können. Markus war erneut vom Duschen zurückgekommen und hatte angefangen, sich anzuziehen. Sie lag noch im Bett und hatte gesagt: „Kommst du heute Abend wieder?“, „Sicher nicht“ hatte er gesagt. „Ich warte auf Dich.“ hatte sie erwidert.
Er klopfte, sie öffnete. „Hallo, mein Schatz.“ „Hallo Martina.“ Sie ging ins Zimmer und setzte sich. Markus setzte sich ihr gegenüber in den Sessel. Wein und Gläser standen bereits dort. Er öffnete die Flasche und schenkte ein. Sie stießen an und tranken. Markus lehnte sich zurück und sah in den Raum. „Und, was glaubst Du, wie meine Wette steht?“ suchte Martina das Gespräch. „Dass du mich zum glücklichsten Mann der Welt machst, oder dass ich dich auf Knien um Sex anflehe?“ Markus sah zu Martina. „Oh.“ antwortete sie den Blick erwidernd. „Letzteres. Das andere war ein Versprechen, keine Wette.“ „Und hast du bezüglich Deines Versprechens schon irgendeinen Zeitplan? Es würde am Anfang reichen, wenn du mich ein wenig weniger unglücklich machen würdest.“ „Ich beantworte erstmal meine Frage: es sieht also ganz gut für mich aus.“ Martina lächelte. „Bei der Antwort auf Deine Frage wirst du Dich, fürchte ich, noch ein bisschen gedulden müssen.“ Sie nahm noch einen Schluck Wein. „Was hat Hassan gesagt?“ „Hassan ist ein Idiot.“ „Gut. Und wie geht es den beiden?“ „Ich dachte, du wolltest wissen, was er gesagt hat.“ „Und du hast mir nicht geantwortet.“ „Du solltest vielleicht erstmal von Deinem Hormonspiegel runter kommen, dann könntest du die Lösung vielleicht auch sehen, hat er gesagt.“ „Und Du?“ „So was wie: ehrenwerter Sohn eines Kameltreibers, du hast überhaupt keine Ahnung. Nichts weißt du von meinen Problemen. Ich könnte mir vorstellen, sagt er da, dass ich sehr genau um das Problem und deren Lösungen weiß – dabei lachte er dämlich und selbstgefällig.“ „Gut. Und wie geht es den beiden?“ „Was weiß ich? Sie sitzen halt da im Grünen und langweilen sich in ihrem Garten.“ Markus nahm einen Schluck Wein. „Wie war Dein Tag?“ Martina lachte. „Das war doch wohl kein Heiratsantrag, oder? Du hast mich noch nie gefragt, wie mein Tag war.“ „Was sprach dagegen, es dabei zu belassen, wie es war? Warum musstest du alles kaputt machen? Tob dich doch mit irgendeinem Deiner dämlichen Generäle aus.“ Martina kam zu ihm, kniete sich hin und legte ihren Kopf in seinen Schoß. Er streichelte sie mechanisch. Sie sagte lange nichts. Dann blickte sie hoch und fing an zu lachen. „Du siehst aus wie Peter Lorré.” Er verengte die Brauen. “Contemplating a crime?” Sie lächelte. „Manches passt und manches nicht.” Er hob ihren Kopf an und sagte. „Hübsches, du brauchst mir nicht zu antworten. Wenn du mir nur versprichst, dass du ungefähr weißt, was du tust.“ Martina nickte.
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