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Bei Jonathan Thies war die Aufregung der Bewunderung gewichen. Es war eine kleine Runde und er hatte seinen Vortrag zu den Aktivitäten in Flensburg präzise und zur Zufriedenheit von Schmitt beendet. Nun hörte er dem Bericht von Volker Mahnke aus Neumünster zu. Aber seine Gedanken galten Jens Schmitt: war es die Zeit und waren es die richtige Leute? Schmitt regte sich kaum während Mahnke redete. Er saß konzentriert da, gelegentlich machte er sich einige Notizen oder fixierte einen der Anwesenden im Raum.
„Gut.“ Sagte Schmitt, als Mahnke geendet hatte. „Volker, Ihr geht zu weit.“ Er sprach ohne Anklage in der Stimme, aber Mahnke wurde zusehends bleich. „Ja, es ist richtig, dass wir einen Schwerpunkt zu Ablenkung von Kiel brauchen. Aber dieser Schwerpunkt wird nicht Neumünster sein, und der Ort wird auch nicht in Neumünster festgelegt. Es wird ein Ort an der Westküste sein, vermutlich ein dänischer. Neumünster liegt zu dicht an Kiel und Ihr lenkt das Interesse der Abwehr auf uns. Ihr werdet Eure Eskapaden einstellen. Zu den Zentralveranstaltungen schickt Ihr vorerst nur ein minimales Kontingent. Ich werde jemanden anweisen, der euch im Auge behält. Bei der nächsten Sitzung ist Dein Erscheinen nicht von Nöten.“ Schmitt sprach im gleichen ruhigen Ton den Mann aus Rendsburg an. „Linus?“ Der Angesprochene begann seinen Vortrag. Aber Thies beobachtete weiter den Mann aus Kiel. Sein Unbehagen mit Schmitt und seine Angst vor ihm wollten nicht weichen. Kramer und Borgaars waren dagegen nur kleine Lichter. Und er war sich zusehend sicher, dass Schmitt derjenige war, der dieser Aufgabe gerecht wurde. Um die richtigen Leute und den passenden Zeitpunkt brauchte er, Johnatan Thies, sich keine Sorgen zu machen. Schmitt wusste, was er tat.
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