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Kap3.18 Drittes Rad Drucken

„Und er wollte dir nicht sagen, wer es war?“
„Nicht am Telefon, Herzchen. Es wird irgendjemand im Stab gewesen sein.“
„Und Teichert-Waldesleben hat vor Sowinski gekrochen, sagst Du?“ Sabine schüttelte den Kopf.
„Ja. Hat er gesagt. Und zum Schluss gab es noch eine seltsame Szene. Moeller kam rein und hat darum gebeten, mit Sowinski unter vier Augen zu sprechen.“
„Er hat seinen eigenen Chef heraus komplimentiert?“
Martina spitzte den Mund und lächelte dann. „Irgendwas ist faul im Staate Dänemark.“


„Wovon sprecht Ihr?“ Markus kam mit einigen Bruschettas als Vorspeise ins Wohnzimmer.
„Von Deinem Freund.“
„Von meinem Exfreund, meint Ihr.“
Sabine lachte. „Von wem sprichst Du?“
„Na, von diesem treulosen Araber.“
„Was ist denn Schlimmes passiert, mein Süßer?“
„Ach, er hängt nur noch mit dieser Unperson zusammen.“
„Alessandra ist doch nun wirklich sehr nett.“
„Ja, ja, von wegen. Erst zwingt sie mich, meine WG aufzugeben und dann spannt sie mir meinen einzigen Mitbewohner aus.“
„Und du musst wieder mit uns vorlieb nehmen.“
„Wenn Ihr denn mal Zeit habt.“
Er und Martina langten zu und knusperten nicht ganz leise vor sich hin.
„Nein. Wir sprachen gerade nicht von Hassan, sondern von Deinem anderen Freund.“
„David.“ Markus mümmelte mit halbvollem Mund.
„Neuer Versuch!“
„Ihr meint nicht Reser-Weiden, oder? Kommt er zurück?“
„Ja. Er wird G32.“
„Organisation des Heeres? Oh, das ist gut für ihn.“ Er stieß kurz auf. „Oder?“
„Ja, ja. Das ist schon gut. Aber es gehen ein paar seltsame Dinge im Stab vor sich.“
Markus nickte. „Das ist der Grund, weshalb man da die Finger von lassen sollte.“ Er hob weise einen dieser Finger. „Man trifft nur auf seltsame Gestalten und auf Frauen, die einem dies und jenes versprechen – und zack, ist man plötzlich nur noch drittes Rad am Moped.“