|
And I can't help but wonder oh Willie McBride, Do all those that lie here know why they died, Did you really believe them when they told you the cause, Did you really believe that this war would end wars? Well the suffring', the sorrow, the glory, the shame, The killing and dying it was all done in vain. Erich Bogle
|
|
Kap2.01 Mensa |
|
|
Claas kam spät. Offenbar machten die in den Agrarwissenschaften nicht so pünktlich Schluss. Markus hatte sich sein Essen schon geholt und einen Tisch weitab der Essensausgabe gesucht. Im Gegensatz zu den Mannschaftskantinen der Armee, – mit dem Offizierskasino wollte Markus den Vergleich gar nicht anstellen – hatte die Mensa einen entscheidenden Nachteil. Geschirr und Besteck wurden nicht von eifrigen Rekruten oder weniger eifrigen Gefreiten abgewaschen, die sich etwas zu Schulden hatten kommen lassen, sondern von riesigen Spülmaschinen. Auf diesem Gebiet hinkte die Technologie der Allianz den verblichenen Generationen allerdings noch nach.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Kap2.02 Old Dixie |
|
|
„Es heißt ja eigentlich; Hunger muss man nicht lernen, das kann der Körper von ganz alleine. Aber bei diesem Lehrgang hieß es trotzdem: Nahrungsentzug. Es war kalt. Und wir waren hungrig – kaum noch am Leben“, fügte Markus gewichtig hinzu. „Du redest aber nicht vom Winter 65, oder?“ Martina wirkte etwas ungeduldig. „Du meinst, als Richmond fiel? Na, vielen Dank. Ich dachte, Ihr wolltet wissen, wie die Übung war.“ „Ja, ja. Aber bleib auf dem Teppich. Es ist ja nun nicht unbedingt so, dass du vom Fleisch gefallen wärst.“ „Es ist nun aber auch nicht so, dass man erst extrem abmagert, bevor sich der erste kleine Hunger einstellt.“
|
|
Weiterlesen...
|
|
Kap2.03 Tête-à-tête |
|
|
„Hallo Engel.“ Markus hatte geklopft und sich selbst hereingelassen. Nun stand er in der Tür zum Wohnzimmer, und Martina, die vor einem Glas Wein im Sessel saß, hatte ihn begrüßt. „Hallo Schönes.“ Markus blieb an der Tür stehen. „Wo ist denn Deine liebliche Mitbewohnerin?“ „Die Liebliche ist zu einer Verabredung. Du wirst wohl mit mir vorlieb nehmen müssen.“ „Und du bist zweifellos mehr als genug für mich. Ich weiß aber nicht, ob dass so eine brillante Party mit uns wird, wenn keiner da ist, der aufkommende Streitereien schlichten kann. Außerdem hab ich den Eindruck, dass du dich mit mir schrecklich langweilst – mit Recht natürlich, weil ich ein Langweiler bin. Von daher ist es wohl besser, wenn ich mich wieder vom Acker mache. Gibst du ihr einen Kuss von mir?“
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
Kap2.04 Planspiele bei HDW |
|
|
„Ja. Es geht zu langsam vorwärts. Jan. Aber ein Streik ist nach der Absetzung von von Rechtensberger noch immer eine Straftat. Und wir dürfen nichts überstürzen. Vor dem Streikrecht steht das Demonstrationsrecht, vor dem Demonstrationsrecht steht das Versammlungsrecht. Und das zumindest haben wir in Teilen. Wir dürfen als Betriebsrat eine Versammlung der Arbeiter einberufen und wir können auch, außerhalb der Arbeitszeit, einen Betriebsausflug organisieren.“ Schmitt sprach zu seinem Kollegen im HDW-Betriebsrat, Diedrichsen.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Kap2.05 Konstellation |
|
|
Sabine öffnete Markus die Tür: „Hallo Sweetie, du musst heute wieder nur mit einer von uns vorlieb nehmen.“ „Oh, lässt du mich wieder allein?“ Markus hatte einen Arm aus der vom Regen nassen Jacke gezogen und zögerte kurz sie vollends auszuziehen. „Nein, nicht ich. Martina hat eine Verabredung.“ „Oh!“ sagte Markus. „Und diese Verabredung steht auf Jungs?“ Sie hatten die Höhe von Martinas Zimmer erreicht. Diese trug Anzughose, Oberhemd, darüber eine Weste und setzte sich gerade eine Ballonmütze auf.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
Kap2.06 Ein Kavalier |
|
|
Martina war möglicherweise wirklich für einige Sekunden sauer gewesen. Jetzt, da sie mit diesem arroganten und vergleichsweise jungen Oberst am Tisch saß, lächelte sie innerlich. Der Mann ihr gegenüber, war höflich, charmant und selbstsicher. Martina neigte selten dazu, ihrem Mundwerk freien Lauf zu lassen. An diesem Abend schwieg sie noch eindringlicher. Sie sah kurz zu ihrem Verehrer. Vermutlich würde sie sich mit ihm einlassen. Bei diesen Gedanken musste wohl ihr inneres Lächeln in ein äußeres übergegangen sein. Ihr Kavalier grinste als Reaktion selbstgefällig. Das störte Martina nicht. Sie blickte wieder zum Fenster hinaus: nasskalte Böen zogen über die dunkel vor ihr liegende Förde.
|
|
Kap2.07 Tolle Taille |
|
|
„Und hast du was von Kiruna gehört?“, fragte Sabine. Die Mädchen hatten sich gerade zu Markus gesellt und packten ihre Strandutensilien aus. „Ja, die Ergebnisse sind da. Ich bin angenommen.“ Markus stellte fest, dass es ihm schneller von der Hand gegangen war, seine Sachen auszupacken, obwohl die Mädchen sehr zielgerichtet und mit hoher Geschwindigkeit zu Werke gingen. „Ich hoffe, das ist richtig, dahin zu gehen.“ „Sie bauen da Raketen, oder?“
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 4 Weiter > Ende >>
|
|
Seite 1 von 4 |