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Kap1.15 Handlungsbedarf Drucken

„Ja.“ Teichert-Waldesleben nickte, den Blick auf seinen Schreibtisch gewandt. „Es besteht in der Tat Handlungsbedarf, Herr Sowinski.“ Er sah zu seinem Mitarbeiter auf. „Machen Sie mit Ihren Leuten bei der HDW klar Schiff. Seien Sie aber vorsichtig mit den Parlamentariern. Die Sache ist ohnehin schon gefährlich. Wie heißt dieser Abgeordnete vom Ostufer? Kramer?

Er ist beliebt. Es ist notwendig, dass wir die Lage schnell beruhigen können.“
„Kramer kann ich raushalten. Wir haben da einen Kontakt in der Richtung.“ Sowinski schlug ein Bein über. „Im Heer wird man Ihnen folgen?“
„Unter diesen Umständen: ja. Diese Person hat es zu weit getrieben. Und der Marschall hat offenbar den Verstand verloren.“
„Diese Person, wie sie sagen, hat Freunde.“
„Und sie hat sich Feinde gemacht. Wir brauchen aber die Rückendeckung von der Marine.“
„Die Marine wird einiges fordern.“ Er schürzte den Mund. „Es ist lange her, dass ein Großadmiral der Allianz vorstand.“
Teichert-Waldesleben lächelte und lehnte sich zurück. „Möchten Sie jetzt einen Großadmiral, oder vielleicht besser beim nächsten Wechsel?“
Sowinski nickte und fragte vorsichtig: „Sie werden mich zum Nachfolger designieren?“
„Ja und Nein. Ich werde es nicht selbst tun. Ich fühle mich auf dem Posten hier sehr wohl. Und die Luftwaffe wartet schon länger als die Marine.“
„An wen denken Sie, an Fagerland?“
„Nein. Der ist mir etwas zu agil. Ich dachte an Generalleutnant Winther.“
Sowinski lachte.